Nach NINCDS-ADRDA (National Institute of Neurological and Communicative Disorders and Stroke – The Alzheimer’s Disease and related Disorders Association)
Kriterien:
Durch Testverfahren nachgewiesene Demenz mit
- langsam zunehmenden Gedächtnisstörungen
- Ausfälle in mindestens zwei anderen Bereichen der geistigen Leistungsfähigkeit (z.B. Sprache, Erkennen, Geschicklichkeit)
- Keine Beeinträchtigung des Bewusstseins (mit Ausnahme der Bewusstseinsinhalte)
- Beginn zwischen dem 40. und 90., üblicherweise nach dem 65. Lebensjahr
- Nachlassen der alltäglichen Aktivitäten
- Kein Anhalt für andere ursächliche Allgemeinerkrankungen oder Krankheiten des Gehirns
Unterstützt durch
- Zunehmende Verschlechterung besonderer Bereiche der geistigen Leistungsfähigkeit im Sinn einer Sprachstörung (Aphasie), Bewegungsstörung (Apraxie) oder einer Störung des Erkennens (Agnosie).
- Beeinträchtigung von Alltagsaktivitäten und Auftreten sonstiger Verhaltensänderungen
- Auftreten ähnlicher Erkrankungen in der Familie
- Laboruntersuchungen: Blut und ggf Nervenwasser im EEG – unspezifische Veränderungen wie eine Verlangsamung des Grundrhythmus oder Mehreinlagerungen langsamer Wellen
- Im CT oder MRT – Hinweise auf Gewebeschwund (Atrophie) besonders im Schläfen- und Scheitellappen, darüber hinaus Erweiterung der Ventrikel (Hirnkammern) und der Hirnfurchen
- Im SPECT oder PET: Zeichen der Minderdurchblutung oder eines verminderten Stoffwechsels des Schläfen- und Scheitellappens
Vereinbar mit folgenden zusätzlichen Merkmalen
- Vorübergehender Stillstand des Verlaufs
- Begleitbeschwerden und – Zeichen wie Depression, Schlaflosigkeit, Inkontinenz, illusionäre Verkennungen, Halluzinationen, Gewichtsverlust
- Erhöhte Anspannung der Muskulatur, Muskelzucken, epileptische Anfälle oder Gangstörung
- Verbale, emotionale, sexuelle oder andere Entgleisungen