Befragung
Eine sorgfältige Befragung des Patienten steht zu Beginn der Diagnosestellung. Hierbei beschreibt sowohl der Patienten selbst den Anfall, als auch ein
Außenstehender. Das ist entscheidend. Denn Betroffene sich nicht an die gesamte Dauer des Anfalls oder für Teile davon eine Amnesie seitens des Patienten besteht erinnern können.
Laborchemische Untersuchungen
Bevor der Arzt eine Therapie einleitet sollte folgendes gemessen werden:
In Abhängigkeit von der Anamnese sind ggf. noch weitere Blutuntersuchungen notwendig.
Das EEG weist als einzige Methode epilepsietypische Veränderungen (sogenannte Spikes oder Spitzen) nach. Hiermit können Neurophysiologen verschiedene Epileptisieformen von nicht epileptischen Anfällen unterscheiden.
Am sensitivsten ist das EEG innerhalb der ersten 12 bis 24 Stunden nach einem Anfall.
Bei 10 Prozent der Epilepsiepatienten lassen sich keine epilepsietypischen Veränderungen nachweisen: Ein normales EEG schließt somit eine Epilepsie nicht aus!
Magnetresonanztomografie (MRT) und Computer-Tomographie (CT)
Das MRT ist die Methode der Wahl. Damit können Gehirnschäden (Tumoren, Gefäßmalformationen, Hippokampusatrophien bzw. -sklerosen, kortikale
Dysplasien) nachgewiesen werden.
Quelle: Baumgartner C et al. Epilepsie – Diagnostik und Therapie… Klin Neurophysiol 2010; 41: 167–182