Gerade bei den idiopathischen Formen, aber auch bei allen anderen Epilepsien scheint die Vererbung eine Rolle zu spielen. Man geht davon aus, dass etwa die Hälfte aller Epilepsien bei Menschen auftreten, die hierfür eine Veranlagung geerbt haben. Liegt bei beiden Eltern eine idiopathische Epilepsie vor, dann liegt das Risiko, dass das gemeinsame Kind eine Epilepsie entwickelt, bei 10 bis 15 Prozent (durchschnittliches Risiko der Gesamtbevölkerung: 0,8 Prozent). Hat nur ein Elternteil eine idiopathische Epilepsie, so liegt das Risiko für das Kind bei 5 bis 7 Prozent. Das Risiko ist insgesamt höher, wenn die Eltern eine generalisierte Epilepsie haben.