Epilepsien kommen wesentlich häufiger vor als landläufig vermutet wird. Immerhin entwickelt jeder Hundertste in seinem Leben eine Epilepsie. Noch häufiger ist das Auftreten eines isolierten epileptischen Anfalls: Diese Form trifft jeden zehnten Menschen irgendwann in seinem Leben. Dann spricht man allerdings nicht von einer Epilepsie im engeren Sinne, sondern von Gelegenheitsanfällen, die an bestimmte Auslöser gebunden sind. Dies sind meist Fieberanfälle oder Anfälle nach Schlafentzug oder übermäßigem Alkoholkonsum. Aber daran sieht man: Die Neigung dazu, dass sich „Störungen“ in Form von Anfällen entladen, ist bei vielen Menschen vorhanden, und viele von Ihnen haben einen Anfall bereits am eigenen Leib erfahren.