An die Akutbehandlung eines Schlaganfalls schließt sich die Rehabilitation an.
Dabei lernen das Gehirn und der Körper mit der neuen Situation klar zu kommen. Denn alte Muster funktionieren oft nicht mehr. Neben Medikamenten hilft eine frühzeitige Rehabilitation, die bereits unmittelbar nach dem Schlaganfall beginnt. Hierbei rücken neurophysiologische Methoden immer mehr in den Vordergrund. Dazu zählen verschiedene Verfahren der Hirnstimulation. Derzeit führen Forscher in Deutschland Studien durch (z. B. NETS TRIAL: „ Neuroregeneration enhanced by TDCS in stroke “ , Koordinator: Prof. Gerloff , Hamburg: clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT00909714). Sie untersuchen, wie wirksam diese Verfahren in der Neurorehabilitation von Schlaganfallpatienten sind.
Heute wenden Neurophysiologen diese Stimulationsmethoden in Kombination mit Physiotherapie an. Dabei stehen Bewegungsübungen auf der Tagesordnung. Die Ergotherapie versucht, wieder Dinge des täglichen Bedarfs, etwa ein Glas anzuheben oder die Treppe zu benutzen, zu erlernen. Die Sprachtherapie hilft, wieder die richtigen Worte zu finden. Es gibt stationäre Reha-Maßnahmen. Aber auch ambulante Programme sind möglich, wenn dies der Zustand des Betroffenen erlaubt. Außerdem gibt es bundesweit mehr als 300 Selbsthilfegruppen, die Patienten bei den unterschiedlichsten Belangen unterstützen.