In der Akutbehandlung stellen Ärzte zunächst die Sauerstoffversorgung sicher, sie kontrollieren und regulieren Blutdruck, Blutzucker und Körpertemperatur. Erfolgreich erwies sich in den letzten Jahren die Lyse-Therapie. Hierbei löst ein Medikament das Blutgerinnsel auf. Dies geht aber nur bei Gefäßverstopfungen. Zudem müssen Patienten die Lyse innerhalb der allerersten Stunden nach dem Schlaganfall erhalten. Ist eine Hirnblutung Ursache des Schlaganfalls, ist die Lyse absolut tabu, da sie den Blutaustritt verstärken würde.
Bei großen Hirninfarkten oder Infarkten, die sich im Kleinhirn abspielen, müssen Ärzte auch am Schädel operativ eingreifen. Denn in diesen Fällen schwellen die betroffenen Bereiche stark an. In der Folge drohen wichtige Bereiche, etwa das Atemzentrum, ihre Funktion zu verlieren. Bei einer Operation entfernt der Chirurg Teile des Schädelknochens, um dem Gehirn für eine Ausdehnung Platz zu geben, beziehungsweise um es vom Druck zu entlasten. Wenn sich nach einigen Wochen oder Monaten die Schwellung wieder zurückbildet, lässt sich der entnommene Knochen wieder einsetzen.
Immer mehr Patienten profitieren von sogenannten Stroke Units. Das sind klinische Spezialstationen, in denen Expertenteams nur Schlaganfall-Patienten versorgen. Mittlerweile verfügen etwa 180 Kliniken in Deutschland über eine solche zertifizierte Schlaganfall-Spezialabteilung.
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